Dateiformate

SVG (Scalable Vector Graphics)

SVG ist ein offenes Grafikformat für skalierbare Vektorgrafiken. Es wird in Webdesign, Plottern und Lasersoftware wie LightBurn genutzt.

Zuletzt aktualisiert · 29. April 2026

Was ist eine SVG-Datei?

SVG steht für Scalable Vector Graphics – also „skalierbare Vektorgrafiken“. Es ist ein offenes XML-basiertes Dateiformat, das von W3C (World Wide Web Consortium) entwickelt wurde. Der große Vorteil: SVG-Bilder bestehen nicht aus Pixeln, sondern aus mathematisch definierten Linien, Kurven und Flächen. Dadurch bleiben sie bei jeder Größe gestochen scharf – ideal für Logos, technische Zeichnungen oder Lasergravuren.

SVGs sind universell einsetzbar: im Webdesign, für Plotter, CNC-Maschinen und Lasergravur-Software wie LightBurn.

Wie funktioniert eine SVG-Datei?

Eine SVG-Datei beschreibt Formen in Textform – ähnlich wie eine Mini-Programmiersprache. Beispiel:

<svg width="100" height="100">
<circle cx="50" cy="50" r="40" stroke="black" stroke-width="2" fill="none" />
</svg>

Diese wenigen Zeilen erzeugen einen einfachen Kreis. Da die Grafik auf Vektoren basiert, kann sie beliebig vergrößert oder verkleinert werden, ohne an Qualität zu verlieren – perfekt für präzise Laserpfade.

Wofür werden SVG-Dateien verwendet?

Warum SVG für Laserprojekte ideal ist

SVG vs. DXF – was ist der Unterschied?

Merkmal SVG DXF
Entwickler W3C (offener Web-Standard) Autodesk (CAD-Standard)
Verwendung Grafik, Design, Lasergravur Technische Zeichnungen, CNC
Inhalt Vektoren, Kurven, Farben Linien, Layer, Einheiten
Skalierbarkeit Beliebig – rein mathematisch Exakt metrisch definiert
Kompatibilität Fast alle modernen Grafikprogramme Vor allem CAD/CAM-Programme

Für Lasergravuren ist SVG oft einfacher zu handhaben, weil Farben, Füllungen und Gruppierungen direkt übernommen werden können. Für technische Schnitte (z. B. Gehäuse oder Platinen) ist DXF oft besser geeignet, da es Maßhaltigkeit garantiert.

Wie man SVG-Dateien erstellt oder bearbeitet

Tipp: Beim Export aus Illustrator oder Inkscape die Option „Ebene als Gruppe“ aktivieren, damit Farben und Struktur in LightBurn korrekt übernommen werden.

Wie SVG im Laserprozess genutzt wird

In LightBurn oder LaserGRBL können SVGs direkt geöffnet werden. Jede Linienfarbe kann einem Arbeitsschritt zugewiesen werden – z. B.:

So kannst du aus einer SVG-Datei mehrere Laseroperationen in einem Durchlauf steuern – etwa Kontur schneiden und Innenflächen gravieren.

Beispiel aus der Praxis

Ein Nutzer erstellt in Inkscape ein Logo für eine Messingmünze:

  1. Er zeichnet Text und Formen als SVG.
  2. Import in LightBurn – Farben werden automatisch erkannt.
  3. Rote Bereiche werden graviert, schwarze Linien geschnitten.
  4. LightBurn wandelt die SVG in G-Code um, den der Laser versteht.

So entsteht aus einer SVG-Datei ein präzises Gravurprojekt – ohne manuelles Nachzeichnen.

Kompatibilität & Einschränkungen

Vorteile von SVG

Kurz zusammengefasst

SVG ist das vielseitige Format für Vektorgrafiken in Design, Web und Lasertechnik. Es beschreibt Linien und Kurven mathematisch, bleibt immer scharf und lässt sich in Programmen wie LightBurn oder LaserGRBL direkt verwenden. Für Laien: Eine SVG ist wie eine digitale Schablone – dein Laser weiß dadurch genau, welche Linien er schneiden oder gravieren soll.

Quellen

  1. W3C – SVG 2.0 Spezifikation
  2. Wikipedia – Scalable Vector Graphics
  3. Inkscape – Offizielle Website
  4. LightBurn – Unterstützte Formate (SVG, DXF, AI)
  5. MDN Web Docs – SVG Grundlagen