Lasertechnik

G-Code (Steuersprache für CNC & Laser)

G-Code ist die Programmiersprache, mit der CNC-Maschinen, 3D-Drucker und Lasergeräte Bewegungen und Befehle steuern.

Zuletzt aktualisiert · 29. April 2026

Was ist G-Code?

G-Code ist eine einfache, textbasierte Steuersprache, mit der Maschinen wie CNC-Fräsen, 3D-Drucker und Lasergravur-Systeme Anweisungen erhalten. Jeder G-Code-Befehl beschreibt eine Bewegung oder Aktion – z. B. „fahre auf X=10 mm“ oder „schalte Laser ein“.

Ein typischer G-Code-Satz besteht aus Befehlen (G und M-Codes), gefolgt von Koordinaten und Parametern:

G1 X20 Y10 F1500  ; Bewege auf Position X=20 mm, Y=10 mm mit 1500 mm/min

Das Prinzip ist universell: Ob CNC-Fräse, 3D-Drucker oder Laser – sie alle verstehen G-Code.

G-Code und Laser – wie passt das zusammen?

Lasersteuerungen wie GRBL oder Marlin übersetzen G-Code-Befehle in Bewegung und Lasersteuerung. Dabei wird der Laser wie eine „Werkzeugspitze“ betrachtet. Wichtig ist: Ein Laser nutzt bestimmte M-Codes, um das Licht ein- und auszuschalten oder die Leistung zu steuern.

Beispiel:

G0 X0 Y0      ; schnelle Leerfahrt (Laser aus)
G1 X50 Y0 S1000 F1000 ; Laser an mit Leistung 1000 (PWM), Fahrt mit 1000 mm/min
M5 ; Laser aus

G-Code steuert also exakt, wann der Laser leuchtet, wo er entlangfährt und wie schnell.

Wichtige G- und M-Befehle beim Lasergravieren

Befehl Bedeutung
G0 Schnelle Bewegung (Laser aus)
G1 Lineare Bewegung mit Laser an
G2/G3 Kreisbewegung (im Uhrzeiger-/Gegenuhrzeigersinn)
F Geschwindigkeit (Feedrate)
S Laserleistung (PWM-Wert)
M3 Laser ein (Drehung/Spindel an – im Laserbetrieb: Strahl aktivieren)
M4 Laser ein (dynamisch, an Fahrtrichtung angepasst – häufig bei GRBL)
M5 Laser aus
G90 / G91 Absolute / relative Koordinaten
G28 Referenzfahrt (Home)

Beispiel: Einfache Lasergravur in G-Code

(Beispiel: Rechteckgravur 10×10 mm)
G21 ; Einheiten in Millimeter
G90 ; Absoluter Modus
M3 S500 ; Laser ein mit halber Leistung
G1 X10 Y0 F1000
G1 X10 Y10
G1 X0 Y10
G1 X0 Y0
M5 ; Laser aus
G0 X0 Y0 ; Rückfahrt

Dieser Code beschreibt eine einfache rechteckige Bewegung, bei der der Laser während der Linien aktiv ist.

Wie G-Code erzeugt wird

Du musst G-Code nicht manuell schreiben. Moderne Programme wie LightBurn, LaserGRBL oder Easel generieren den Code automatisch aus Vektorgrafiken (DXF, SVG, AI) oder Bildern. Der generierte Code wird dann an den Controller gesendet, z. B. über GRBL oder Marlin.

LightBurn kann G-Code direkt über USB oder Netzwerk senden, LaserGRBL speichert den Code als Datei (.nc oder .gcode) ab.

G-Code vs. GRBL

GRBL ist kein G-Code, sondern die Firmware, die G-Code versteht und ausführt. Sie läuft auf Mikrocontrollern (z. B. Arduino, ESP32) und setzt die Befehle in echte Bewegungen um. Du kannst dir das so vorstellen:

Viele Einsteiger verwechseln beides. G-Code ist die Sprache – GRBL ist das System, das sie liest.

Typische Einsatzgebiete von G-Code

Vorteile von G-Code

Nachteile von G-Code

Erweiterungen & Varianten

Sicherheit bei G-Code-Laserbetrieb

Kurz zusammengefasst

G-Code ist die Sprache, die CNC-Maschinen und Laser verstehen. Er beschreibt Bewegungen und Laseraktionen in einfachen Textzeilen. Mit Programmen wie LightBurn oder LaserGRBL wird er automatisch erzeugt. Die Ausführung übernimmt eine Firmware wie GRBL. Dadurch ist G-Code offen, flexibel und für Bastler, Maker und Profis gleichermaßen interessant.

Quellen

  1. Wikipedia – G-code
  2. GRBL Wiki – G-Code Support & Syntax
  3. LightBurn – G-Code-Laser-Dokumentation
  4. LaserGRBL – Anleitung & G-Code-Beispiele
  5. Marlin Firmware – G-Code Referenz