Dateiformate

DXF (Drawing Exchange Format)

DXF ist ein offenes Dateiformat für 2D- und 3D-Zeichnungen. Es wird häufig in CAD-, CNC- und Lasersoftware wie LightBurn oder LaserGRBL verwendet.

Zuletzt aktualisiert · 29. April 2026

Was ist eine DXF-Datei?

DXF steht für Drawing Exchange Format und wurde ursprünglich von Autodesk entwickelt – dem Hersteller von AutoCAD. Es ist ein offenes Austauschformat für 2D- und 3D-Zeichnungen. Das Ziel war, dass auch andere CAD- und CNC-Programme Dateien verstehen können, die ursprünglich in AutoCAD erstellt wurden.

Eine DXF-Datei beschreibt Linien, Kreise, Polygone, Texte und Layer in reinem Text oder Binärformat. Sie ist also eine Art universelle „Bauplan-Datei“ – verständlich für viele Programme aus dem Bereich Technisches Zeichnen, Lasergravur oder Fräsen.

Warum ist DXF so wichtig für Laser, CNC & Co.?

Wie sieht eine DXF-Datei aus?

Eine DXF ist im Grunde ein Textdokument mit Codezeilen, die jede geometrische Information beschreiben. Beispiel:

0
SECTION
2
ENTITIES
0
LINE
8
Layer1
10
0.0
20
0.0
11
100.0
21
0.0
0
ENDSEC
0
EOF

Das beschreibt eine einfache Linie von (0,0) bis (100,0) auf Layer 1. Moderne Software übersetzt das automatisch in sichtbare Linien.

Beispiele aus der Praxis

In LightBurn kannst du DXF-Dateien z. B. einfach per Drag & Drop importieren und direkt als Gravur- oder Schneidpfade nutzen.

Unterschied DXF vs. SVG (Laienfreundlich erklärt)

Merkmal DXF SVG
Dateityp Technisches CAD-Format Grafik-/Web-Format (Vektorgrafik)
Inhalt Linien, Kreise, Layer, Einheiten Farben, Kurven, Formen, Texte
Einheiten Millimeter, Zoll – präzise Maße Pixel oder relative Koordinaten
Einsatzgebiet Laser, CNC, CAD, Technik Grafik, Design, Web, Plotter

Für präzise technische Anwendungen wie Lasergravur oder Fräsen ist DXF meist besser. SVG eignet sich für Logos oder kreative Designs – diese können aber leicht in DXF umgewandelt werden.

Versionen und Kompatibilität

Seit 1982 hat Autodesk viele Versionen veröffentlicht (R10, R12, 2000, 2013 …). Viele Programme unterstützen nur bestimmte Formate – z. B. versteht LightBurn am besten DXF R12, weil es am einfachsten aufgebaut ist.

Tipp: Wenn dein Programm eine DXF nicht korrekt importiert, speichere sie als „AutoCAD R12 ASCII“ oder „DXF R14“. Diese Varianten funktionieren fast immer.

Wie öffnet oder erstellt man DXF-Dateien?

In der Lasersoftware (z. B. LightBurn) lassen sich DXF-Dateien direkt bearbeiten, skalieren, gruppieren oder in G-Code umwandeln.

Typische Fehlerquellen bei DXF-Dateien

Dateiendung und Aufbau (Kurzinfo für Fortgeschrittene)

Auch 3D-Informationen sind möglich, werden aber in Lasersoftware meist ignoriert.

Kurz zusammengefasst

DXF ist das universelle Austauschformat für technische Zeichnungen. Es speichert Linien, Kreise und Vektordaten millimetergenau – perfekt für Laser, CNC oder Fräse. In Programmen wie LightBurn oder LaserGRBL werden DXF-Dateien direkt in G-Code umgewandelt. Für Laien: Eine DXF ist also der Bauplan, den dein Laser liest, um genau zu wissen, wo er schneiden oder gravieren soll.

Quellen

  1. Wikipedia – AutoCAD DXF
  2. Autodesk Help – DXF Format Overview
  3. LightBurn – Unterstützte Dateiformate
  4. FreeCAD Wiki – DXF Support
  5. Inkscape – DXF Export Anleitung