Grundlagen

Laserstrahlung

Laserstrahlung ist Licht mit besonderen Eigenschaften: sie ist gebündelt, einfarbig und schwingt im gleichen Takt – dadurch entstehen extrem präzise Energiepunkte.

Zuletzt aktualisiert · 29. April 2026

Was ist Laserstrahlung?

Laserstrahlung ist eine besondere Form von Licht. Anders als das Licht aus einer Glühbirne oder Sonne ist Laserlicht nicht diffus, sondern extrem gebündelt und geordnet. Das Wort LASER steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“ – also „Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“. [1]

Ein Laser erzeugt also keine Strahlung im gefährlichen Sinne wie Röntgenstrahlung, sondern „ganz normales Licht“ – nur mit sehr besonderen Eigenschaften. Diese Eigenschaften machen Laser so nützlich in Technik, Medizin und Industrie, aber auch potenziell gefährlich für Augen und Haut.

Wie entsteht Laserstrahlung?

  1. Energiezufuhr (Pumpen): Elektrischer Strom, Licht oder eine andere Energiequelle bringt Atome oder Moleküle in einen „angeregten Zustand“.
  2. Stimulierte Emission: Wenn ein Photon (Lichtteilchen) auf ein angeregtes Atom trifft, löst es die Emission eines zweiten Photons aus – beide haben dieselbe Wellenlänge, Richtung und Phase.
  3. Resonator: Zwei Spiegel reflektieren die Photonen hin und her, sodass immer mehr identische Photonen entstehen – die Lichtwelle „verstärkt“ sich selbst.
  4. Austrittsöffnung: Einer der Spiegel ist teildurchlässig, hier tritt der konzentrierte Laserstrahl aus.

So entsteht kohärentes Licht – das bedeutet: alle Lichtwellen schwingen synchron und verlaufen parallel. [2]

Die besonderen Eigenschaften von Laserstrahlung

Laserstrahlung ist nicht gleich Laserstrahlung

Es gibt viele Arten von Lasern, die sich durch ihre Wellenlänge und Struktur unterscheiden. Die Wellenlänge bestimmt, wie das Licht mit Materialien reagiert – also, ob es eher reflektiert oder absorbiert wird.

Die Absorption des Materials entscheidet, wie stark die Laserstrahlung wirkt. Deshalb ist die richtige Kombination aus Laserart und Material entscheidend. [3]

Wie stark ist Laserstrahlung?

Laser können wenige Milliwatt (z. B. Laserpointer) oder mehrere Kilowatt (Industrieanlagen) Leistung haben. Entscheidend ist nicht nur die Leistung in Watt, sondern die Leistungsdichte – also, wie viel Energie auf wie kleine Fläche konzentriert wird.

Beispiel:

Darum ist selbst bei kleinen Laserquellen Augenschutz Pflicht, sobald der Strahl gebündelt oder reflektiert werden kann. [4]

Wirkung auf Materialien

Diese Wechselwirkungen bestimmen, ob Laserstrahlung schneidet, markiert oder reflektiert. [3]

Gefahren durch Laserstrahlung

Laserstrahlung ist keine ionisierende Strahlung wie Röntgenstrahlen – sie verursacht also keine Radioaktivität. Dennoch ist sie gefährlich, weil sie extrem konzentriert ist.

Daher gelten strenge Vorschriften (siehe Laserklasse und Laserschutzbeauftragter). [5]

Wie schützt man sich vor Laserstrahlung?

Laserstrahlung in der Industrie

Industrie-Laser nutzen Laserstrahlung gezielt für verschiedene Aufgaben:

Hierbei wird die Wellenlänge, Leistung und Pulsform exakt an die Materialeigenschaften angepasst.

Kurz zusammengefasst

Laserstrahlung ist konzentriertes, geordnetes Licht. Sie ist die Grundlage jeder Laseranwendung – von Gravur über Schneiden bis Medizin. Ihre Stärke liegt in der Präzision und Energie auf kleinstem Raum. Gleichzeitig erfordert sie Sorgfalt und Schutz, da schon Reflexionen gefährlich sein können.

Quellen

  1. Wikipedia – Laser (Grundlagen & Erzeugung von Laserstrahlung)
  2. Laserfakten.de – Grundlagen zu Laserstrahlung (einfach erklärt)
  3. Trotec – Laserwissen: Licht, Wellenlänge & Materialwirkung
  4. TRUMPF – Laserschneiden & Strahlparameter
  5. BG ETEM – Laserstrahlung & Arbeitsschutz