Lasertechnik

Aktive Faser

Eine aktive Faser ist eine speziell dotierte Glasfaser, die mit Pumplicht Laserlicht verstärkt oder erzeugt – das Herz moderner Faserlaser.

Zuletzt aktualisiert · 29. April 2026

Was ist eine aktive Faser?

Eine aktive Faser ist eine besondere Glasfaser, in deren Kern winzige Mengen seltener Erden (z. B. Erbium oder Ytterbium) eingebracht sind. Diese Dotierung macht die Faser lichtverstärkend: Mit zugeführtem Pumpricht kann sie Licht verstärken oder sogar Laserlicht erzeugen. Aktive Fasern sind das Herz von Faserlaser-Quellen und Glasfaser-Verstärkern wie EDFA.[1]

Aufbau in einfachen Worten

Stell dir eine aktive Faser wie ein mehrschichtiges Haar vor:

Bei Hochleistungssystemen nutzt man oft eine Doppelmantelfaser (Double-Clad): Der innere Mantel nimmt viel Pumpricht (von Diodenlaser-Modulen) auf; dieses verteilt sich und füttert den kleinen Kern, in dem die eigentliche Verstärkung passiert.[5]

So funktioniert die Verstärkung

Die Dotierstoffe können Energie speichern und bei Anregung wieder als Licht abgeben. Man pumpt die aktive Faser mit starkem Licht (typisch aus Laser-Dioden). Dadurch werden Elektronen in der Dotierung angehoben. Trifft nun Nutzlicht (das zu verstärkende Signal) auf den Kern, wird gleichphasiges Licht nachproduziert (stimulierte Emission). Ergebnis: mehr Leistung am Ausgang – im Resonator sogar Laserbetrieb.[3]

Häufige Dotierstoffe & Wellenlängen

Das Pumpricht liegt je nach Dotierung z. B. bei ~980 nm (Erbium) oder ~915/940/976 nm (Ytterbium).[4]

Aktive vs. passive Faser

Passive Fasern leiten Licht nur weiter – wie ein transparentes Kabel. Eine aktive Faser kann Licht verstärken oder Laserlicht erzeugen, weil sie die passenden dotierten Ionen enthält. In einem Laser bilden Spiegel zusammen mit der aktiven Faser den Resonator; in einem Verstärker (z. B. EDFA) wird ein externes Signal einfach hochgezogen.[1]

Wichtige Kenngrößen (ohne Formelkram)

Vorteile & Nachteile

Für Einsteiger heißt das: aktive Fasern ermöglichen zuverlässige, wartungsarme Laser – der Aufbau ist aber Präzisionsarbeit.[2]

Typische Anwendungen

Gemeinsam ist: die aktive Faser liefert die Verstärkung, die die Anwendung überhaupt erst möglich macht.[1]

Häufige Missverständnisse

Die richtige Gesamtauslegung entscheidet über Performance und Qualität.[3]

Sicherheit & Umgang

Das gilt für Labor, Werkstatt und jede Laser-Anwendung mit aktiven Fasern.[4]

Quellen

  1. Wikipedia – Erbium-doped Fiber Amplifier (EDFA)
  2. Wikipedia – Ytterbium-doped Fiber Laser
  3. RP Photonics Encyclopedia – Active Fibers
  4. Thorlabs – Fiber Amplifiers & Safety Notes
  5. RP Photonics – Double-clad Fibers
  6. IPG Photonics – Fiber Laser Technology (Overview)